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Das Ende der Globalisierung?

LEADER-Interview mit HSG-Professor Thomas Friedli

HSG-Wirtschaftsprofessor Thomas Friedli war beim LEADER Magazin zu Gast, um über die aktuellen Auswirkungen von Corona und die Probleme in den Lieferketten für Schweizer Unternehmen zu sprechen. Bereits zum fünften Mal wurde am Institut für Technologiemanagement der Swiss Manufacturing Survey (SMS) durchgeführt, welcher sich mit der verändernden Rolle der Schweizer Produktionswerke in globalen Produktionsnetzwerken beschäftigt, durchgeführt.

Flexibilität der Schweizer Wirtschaft in Zeiten der Coronakrise
Die Studienergebnisse zeigen, dass die Auftragslage bei Schweizer Unternehmen hervorragend ist und die Unternehmer zuversichtlich in die Zukunft blicken. Die Schweiz verkraftete die Coronakrise überdurchschnittlich gut, was sich in einem geringeren BIP-Rückgang für das Jahr 2020 zeigt. Ausserdem konnte man das zweite Jahr in Folge feststellen, dass mehr Unternehmen Fertigungskapazitäten in der Schweiz auf- (23% in 2020) als abbauten (17% in 2020). Diese Zahl ist besonders vor dem Hintergrund der Coronakrise interessant und zeigt die Stärke der Schweizer Wirtschaft und insbesondere den Glauben an sich selbst. Thomas Friedli sieht insbesondere in der aus vorherigen Krisen entstandenen Flexibilität und der Fähigkeit zu schnellen pragmatischen Entscheiden, eine Grundstärke der Schweizer Wirtschaft.

Krisenanfälligkeit der Lieferketten
Die Studie zeigt, dass Unternehmen vor allem im Bereich der Lagerbestände Anpassungen treffen, um die Krisenanfälligkeit der Lieferketten zu verbessern. So geben 28% der befragten Unternehmen (31% der KMU und 24% der grossen Unternehmen) an, ihre Lagerbestandspolitik zu verändern. Ein Fünftel der Unternehmen plant zudem Anpassungen in der Supply Chain, und ein weiteres Fünftel gibt an, die Resilienz durch eine Digitalisierung der Prozesse steigern zu wollen. Rund 5% der Unternehmen haben bereits aufgrund der Corona-Krise angegeben, dass sie die Rückverlagerung von Produktionswerken als eine Chance aus der Krise sehen. Da die aktuellen Lieferkettenprobleme erst in die Umfrage für das Jahr 2021 fliessen, wird es laut Thomas Friedli interessant zu sehen sein, inwiefern Tätigkeiten in diese Richtung weiter zunehmen werden.

Möchten Sie Einblick in die gesamten Ergebnisse des Swiss Manufacturing Surveys erhalten? Hier können Sie die Studie kostenlos herunterladen.